Patrick Kammerer, Kommunikationschef bei Coca-Cola. Foto: Unternehmen

Coca-Cola: Ein Jahr auf Reise mit Journey

Vor einem Jahr hat Coca-Cola den Schritt gewagt. Im April 2013 schaltete das Unternehmen seine Unternehmenswebsite ab und ersetzte sie durch Online-Magazin Coca-Cola Journey. Die Bilanz des Coca-Cola Blogs fällt positiv aus. Seitdem, so Coca-Cola, hätten 1,5 Millionen Menschen mindestens eine der Geschichten gelesen. Ein Gespräch mit Patrick Kammerer, Director Public Affairs and Communications (siehe Foto oben. Quelle: Unternehmen). 

Welche Rolle spielt bei Coca-Cola die Content-Distribution?

Kammerer: Content is King. Die Distribution der Inhalte entscheidet dann darüber, wie groß das Königreich ist. Coca-Cola hat mehrere digitale Plattformen etabliert, auf denen wir auf unterschiedliche Art und Weise mit Konsumenten interagieren. Für unser Online Magazin Journey zum Beispiel nutzen wir alle Social Media-Kanäle von Coca-Cola sowie zusätzliche Kommunikationsinstrumente wie einen Newsletter, um regelmäßig neuen Content bekannt zu machen. Nach einem Jahr mit unserem digitalen Magazin sind wir ermutigt, dass eine Plattform wie Journey dabei auch unabhängig von reichweitenstarken Facebook-Seiten attraktiv ist und Leser anzieht. Unser organisches Wachstum zeigt, das selbst ohne breite Content-Distribution Qualität von Inhalten große Anziehung ausübt.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, damit Ihr Content auch die richtige Zielgruppe erreicht?

Kammerer: Wir verfolgen seit einigen Jahren eine Content-Marketingstrategie, die inzwischen als „Liquid and Linked“ bekannt ist. Dies bedeutet, dass wir in unserer Kommunikationsplanung nicht nur auf klassische Paid Media setzen, sondern wir uns schon früh in der Kampagnenentwicklung Gedanken darüber machen, wie wir eine breite Distribution von Inhalten auch über Shares erreichen können; nicht zuletzt überlegen wir, wie wir User Generated Content einbinden und auf möglichst vielen Kanälen vernetzen. Überzeugt unser Content und die Art, wie wir ihn kommunizieren, hilft positive Berichterstattung, Earned Media, darüber hinaus, weiteres Interesse für Interaktion mit unseren Marken und ihren Inhalten zu wecken.

Was bedeutet dies für Journey?

Journey haben wir für eine breite Zielgruppe konzipiert. Denn es sind ganz unterschiedliche Menschen, die sich aus sehr verschiedenen Motiven mit unserem Magazin beschäftigen. Einige interessieren sich stärker für Coca-Cola als Unternehmen. Anderen sind die Company-Seiten deutlich weniger wichtig als alles, was unsere Brands zu erzählen haben. Wichtig ist: dass wir gut erzählen, egal ob es um Marken oder Corporate Campaigns geht. Story Telling steht im Mittelpunkt. Wir unterstützen die Platzierung einiger Markeninhalte sehr fokussiert durch Promotions, zum Beispiel auf Facebook. Das ist aber eher die Ausnahme.

Wie ist bei Ihnen das Thema Content-Vertrieb organisiert?

Kammerer: Für Journey machen wir das inhouse, geführt durch unsere Experten in Marketing und Social Media, die für die Inhalte auf den Social Channels der Marken zuständig sind. Durch intensives Social Listening und Search-Analysen überprüfen wir regelmäßig, welcher Content am interessantesten für unsere Konsumenten ist. Es geht also nicht vor allem darum, den Content, der uns spannend erscheint, bestmöglich zu vertreiben. Unser Ziel ist es, jene Geschichten zu erzählen, die per se interessant und relevant sind. Es bleibt dabei: Content is King.

2 Gedanken zu „Coca-Cola: Ein Jahr auf Reise mit Journey

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