R + V24: Etwas schärferer Blick durch die neue Brille, bitte

Seit August 2010 gibt es den R+V Unternehmensblog, vor wenigen Wochen zog die Online-Tochter R+V24 nach und startete den drive-blog. Man wolle das Thema Auto und Mobilität mal durch eine andere Brille betrachten, sagt Projektleiterin Verena Reuber. Man fragt sich an einigen Stellen nur: durch welche? Doch der Reihe nach: Wer auf drive klickt, atmtet erst einmal tief durch. Erst recht, wenn er zuvor auf dem textlich völlig überfrachteten Blog der R+V-Unternehmensgruppe war. Da hebt sich der Spross von R+V24 doch positiv ab. Ein spielerisches, aber nicht verspieltes Layout, ein großzügiger Einsatz von Bildern, eine witzige Integration der Social Media-Kanäle (Agentur Zoom7). Etwas ratlos macht hingegen die Themenmischung und -aufbereitung. „Versicherungsdeutsch“ etwa ist ein prima Service-Ressort, auch unter den leider arg ideenlosen Rubrizierungen News und Trends gibt es das ein oder andere Stück, das auf die Kompetenz einer Versicherung einzahlt – aber Gebrauchtwagen-Tipps und Neuwagen-Tests? „Ja, es war von Anfang an unser Anliegen, nicht nur über die typischen Versicherungsthemen zu schreiben, sondern eben auch die Leidenschaft an der Mobilität mit Auto-Interessierten zu teilen“, sagt die Social Media-Managerin Verena Reuber.

Verena Reuber, Social Media-Managerin. Foto: Unternehmen

Verena Reuber, Social Media-Managerin. Foto: Unternehmen

Dafür holte sich das Unternehmen etwa den prominenten Autoblogger Jens Stratmann (Rad-ab.com) als Gast-Autoren an Bord. Prima Idee, dumm nur, dass er bei R +V24 so ziemlich das Gleiche macht wie in seinem eigenen Blog. Er testet neue Autos, teils sogar exakt die gleichen. Eiin Test zur neuen Audi A3 Limousine erschien neulich in seinem Blog und später auch bei R+V24. Das hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack, zumal das Internet nicht gerade arm ist an Testberichten zu Neuwagen. Schade – das wirkt an dieser Stelle etwas beliebig! Na, zumindest schafft R+V24 auf diese Weise eine Vernetzung mit den von ihnen angepeilten Multiplikatoren: Bei jedem  Neuwagen-Test kommen jeweils noch einige Autoblogger und Motorjournalisten zu Wort. Eine etwas dezentere, weniger schematische Einbindung wäre gleichwohl nicht schlecht gewesen.

Also: Die Idee, das Thema Mobilität durch eine andere Brille zu betrachten, ist für eine Kfz-Versicherung nicht übel, allerdings müsste hier der Blick noch ein wenig geschärft werden.

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